Verhaltenstipps

Wenn man Ihnen die Begehung einer Straftat oder einer Ordnungswidrigkeit vorwirft, lautet die erste – und wichtigste – Verhaltensregel: Schweigen ist Gold. 

Sofern Sie ohne anwaltlichen Beistand von der Polizei oder Staatsanwaltschaft angehört werden, machen Sie bitte zunächst ausschließlich Angaben zur Person, in keinem Fall sollten Sie sich zur Sache äußern. Die geforderten Angaben zur Person müssen Sie übrigens machen, eine Weigerung wäre eine eigene Ordnungswidrigkeit gemäß § 111 OWiG (Gesetz über Ordnungswidrigkeiten).

Bei Erhalt einer schriftlichen Anhörung oder einer Ladung zur Beschuldigtenvernehmung stellt die Einhaltung dieser Verhaltensregel meist kein großes Problem dar. Wenn Ihnen ein entsprechendes Schreiben einer Polizeidienststelle oder einer Bußgeldstelle zugeht, bleibt genügend Zeit, zunächst einen Termin bei uns zu vereinbaren und sich umfassend beraten zu lassen.

Wer jedoch vermeintlich „auf frischer Tat ertappt“ und direkt von der Polizei befragt wird, empfindet in diesem Moment nahezu unvermeidlich einen erheblichen Rechtfertigungsdruck und das Bedürfnis, etwas zu seiner Entlastung zu sagen. Dies ist ein weit verbreitetes psychologisches Phänomen, dem man aber unbedingt widerstehen sollte. Gerade in einer Vernehmungssituation ist das Risiko einer unbedachten Äußerung enorm, in diesen Fällen sollte man daher um so vorsichtiger sein und sich sein Schweigerecht bewusst machen – und es vor allem auch konsequent durchhalten!

Bei rechtzeitiger Einschaltung eines Verteidigers wird sich dieser schützend vor Sie stellen und zunächst die Ermittlungsakten einsehen, aus denen sich der Stand der Ermittlungen ergibt. Erst dann – also in Kenntnis der Ermittlungsergebnisse – kann beurteilt werden, ob eine Stellungnahme oder ein völliges Schweigen zum Vorwurf sinnvoll ist. Dieses Vorgehen lässt Sie bei den Ermittlungsbehörden übrigens keineswegs in einem schlechten Licht dastehen! Sie nehmen lediglich Ihre Beschuldigtenrechte wahr, negative Schlüsse dürfen daraus nicht gezogen werden.

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