Insolvenzrecht

Unsere Kernkompetenzen in der insolvenzrechtlichen Beratung sind:

  • Vermeidung der Insolvenz durch rechtzeitige Verhandlungen mit den Gläubigern, das sowohl für Private, die durch nicht erwartete Lebensumstände in Schwierigkeiten geraten sind, als auch für kleine Unternehmen. Wenn mehr als ein Gläubiger Forderungen geltend macht und die Mittel nicht ausreichen, sollte eine Beratung stattfinden. Je eher, desto besser
  • Beratung der Geschäftsführung: Vermeidung/Reduzierung von Haftungsrisiken, Vermeidung/Reduzierung von strafrechtlichen Risiken, Begleitung bei der Insolvenzantragstellung, Begleitung im Insolvenzerfahren

Wichtig: Gerade die Gesellschafter und Geschäftsführer kleiner GmbH sollten sich rechtzeitig Rat eines Spezialisten einholen, denn Prinzip Hoffnung führt häufig zu der Folgeinsolvenz des Geschäftsführers/Gesellschafters, vor allem wenn Werte wie Direktversicherungen, Immobilien oder Aktienvermögen vorhanden sind. Dann wird trotz der Gesellschaft mit „beschränkter“ Haftung  das Privatvermögen in die Krise miteinbezogen. So geschehen bei folgendem Fall:

Eine kleine GmbH (Ein-Mann-GmbH: Ein Gesellschafter, der gleichzeitig Geschäftsführer ist) hatte für seine GmbH den Insolvenzantrag gestellt. So weit, so gut. Ein Jahr später – das Insolvenzverfahren war noch nicht abgeschlossen – kam der Mandant zu mir, weil der Insolvenzverwalter von ihm als Geschäftsführer die Summe von 70.000,00 € forderte mit der Begründung, er habe verspätet den Antrag gestellt. Die GmbH sei schon Monate vor Antragstellung zahlungsunfähig gewesen und er müsse jetzt gemäß § 64 GmbH die Zahlungen, die er für die GmbH veranlasst hat, seit diesem Zeitpunkt zurückzahlen. Der Mandant hatte Privateigentum und dieses war dem Insolvenzverwalter bekannt. Mein Mandant war entsetzt. Das könne doch nicht sein, wozu habe er eine GmbH? Doch es kann sein, ist auch dann verständlich, wenn man an die großen Konzerne denkt, bei denen angestellte Geschäftsführer fremdes Geld ausgeben, obwohl die Liquidität schon nicht mehr gegeben ist. In den Fällen soll der Insolvenzverwalter ja im Namen der GmbH für die Gläubiger die ehemals angestellten Geschäftsführer in die Haftung nehmen. Dieses gilt jedoch auch für die vielen kleinen Gesellschaften mbH, die vom Gesellschafter selbst geführt werden. Und die strengen Regeln, die der BGH für die „schwarzen Schafe“ entwickelt hat, werden auch bei den „kleinen“ angewendet. Es bedarf dann spezieller Kenntnisse im Insolvenzrecht, um den Anspruch abzuwehren. Hier helfen wir gerne.

  • Beratung von Gläubigern: Verfolgung und Durchsetzung von Ansprüchen im Insolvenzverfahren, Geltendmachung von Sicherungsrechten, z.B. Eigentumsvorbehalte
  • Beratung von Kunden und Lieferanten: Rechtliche Begleitung der laufenden Vertragsbeziehung in der Insolvenz bzw. im Insolvenzeröffnungsverfahren, Abwehr von Anfechtungsansprüchen des Insolvenzverwalters
  • Insolvenz natürlicher Personen: Restschuldbefreiung, Asset Protection, Vermeidung/Reduzierung von Haftungsrisiken, Begleitung bei der Insolvenzantragstellung, Begleitung im Insolvenzerfahren, Begleitung im Restschuldbefreiungsverfahren

Ansprechpartnerin für dieses Rechtsgebiet ist die Rechtsanwältin Simone Winkler. Weitere Artikel und Informationen finden Sie in unserem Blog.