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Der Versicherungsvertreter als Auge und Ohr des Versicherers

Anwalt Henning Doth

Henning Doth

Die Gesundheitsfragen im Antragsformular der Versicherung müssen wahrheitsgemäß beantwortet werden. Dies gilt natürlich auch, wenn diese Fragen durch den Versicherungsvertreter gestellt werden. Doch was passiert, wenn der Vertreter die im Gespräch geäußerten Angaben nicht in den Antrag einfügt, und der Versicherungsnehmer den Antrag ohne nähere Prüfung unterschreibt? (mehr …)

Wer anderen eine Grube gräbt…

Anwalt Henning Doth

Henning Doth

Dass ein Versicherungsnehmer im Leistungsfall verpflichtet ist, wahrheitsgemäße Angaben zum Versicherungsfall und zum Umfang des Schadens zu machen, sollte eigentlich klar sein. Doch die drohenden Konsequenzen falscher Angaben scheinen Manchem nicht bewusst zu sein. So auch in einem aktuellen Fall des OLG Düsseldorf (Urteil vom 06.02.2018, Az. 4 U 164/15). (mehr …)

Der Baum, der erst Tage nach dem Sturm umstürzt

Anwalt Henning Doth

Henning Doth

Wie schon in unserem Blog-Artikel vom 19.01.2018 dargestellt, muss eine Wohngebäudeversicherung leisten, wenn infolge eines Sturms ein Baum auf das Grundstück fällt und dabei z.B. das Haus oder einen Zaun beschädigt.

Doch wie steht es um die Leistungspflicht des Versicherers, wenn der Baum nicht unmittelbar während des Sturms umstürzt, sondern erst Tage später? Mit dieser Frage musste sich kürzlich das OLG Hamm (Urteil vom 25.09.2017 – 6 U 191/15) befassen. (mehr …)

Ratgeber Hausratversicherung: Wohnungseinbruch – was nun?

Anwalt Henning DothWenn in Haus oder Wohnung eingebrochen wurde und Gegenstände entwendet wurden, greift hierfür in der Regel die Hausratversicherung ein und ersetzt zumindest den materiellen Schaden. Allerdings sollten im Hinblick auf die Hausratversicherung einige Punkte und Verhaltensregeln beachtet werden:

1) Obliegenheiten beachten

Bitte beachten Sie, dass von Ihnen im Versicherungsfall zahlreiche Obliegenheiten zu erfüllen haben. Obliegenheiten sind Verhaltensnormen, aus denen sich ergibt, was ein Versicherungsnehmer zu tun oder zu unterlassen hat, um den Versicherungsschutz zu erhalten. Es handelt sich dabei aber nicht um unmittelbar erzwingbare Verbindlichkeiten; der Versicherer könnte auch nicht auf die Erfüllung von Obliegenheiten klagen. Obliegenheitsverletzungen können aber zur Leistungsfreiheit des Versicherers führen.

Zu den wichtigsten Obliegenheiten im Versicherungsfall zählen:

1a) Schadenanzeige

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Schadensersatz – Direktanspruch gegen den Versicherer?

Erleidet man einen Schaden, kann man Schadensersatzansprüche grundsätzlich nur gegen den Schädiger selbst geltend machen. Eine Möglichkeit, diese Schäden direkt bei der Versicherung geltend zu machen oder diese gar zu verklagen, besteht in der Regel nicht.

Von diesem Grundsatz gibt es jedoch einige wenige Ausnahmen, deren Kenntnis den Unterschied zwischen Sieg oder Niederlage machen kann.

Ausnahme: KFZ-Haftpflichtversicherung, Insolvenz und unbekanntem Aufenthalt

Die oftmals bekannteste Ausnahme stammt aus dem Bereich der KFZ-Haftpflichtversicherung. Hier besteht seit jeher ein Direktanspruch gegenüber der Haftpflichtversicherung des Unfallgegners, so dass diese direkt verklagt werden kann. Weitere, häufig unbekannte Ausnahmen bestehen bei Insolvenz und unbekanntem Aufenthalt des haftpflichtversicherten Schädigers. (mehr …)

Orkan Friederike – welche Versicherung zahlt bei Sturmschäden?

Ob Kyrill, Jeanette, Lothar oder eben Friederike, schwere Stürme ziehen immer wieder über das Land. Die Schäden gehen regelmäßig in die Milliarden. Doch welche Versicherung zahlt eigentlich für Sturmschäden, beispielsweise wenn ein Baum umstürzt?

Ein Sturm in diesem Sinne liegt ab Windstärke 8, also einer Windgeschwindigkeit von 62-74 km/h), vor. Welche Versicherung hierfür eintrittspflichtig ist, hängt einerseits davon ab, ob es sich um einen eigenen Baum oder um einen Baum des Nachbarn gehandelt, anderseits aber auch davon, wohin der Baum gefallen ist.

Stürzt ein eigener Baum auf das eigene Grundstück, ist in der Regel die Wohngebäudeversicherung zuständig; fällt der Baum auf das Grundstück eines Nachbarn, greift grundsätzlich die eigene Haftpflichtversicherung.
Fällt indes ein fremder Baum auf Ihr Grundstück, kommt eine Haftung sowohl der Haftpflichtversicherung des Nachbarn in Betracht, aber auch die eigene Wohngebäudeversicherung. Fällt der fremde Baum auf das eigene Grundstück des Nachbarn, greift natürlich, wie auch bei einem eigenen Baum, der auf das eigene Grundstück stürzt, die Wohngebäudeversicherung des Nachbarn. (mehr …)

www.versicherungsombudsmann.de ?

Der Versicherungsombudsmann ist eine außergerichtliche und vor allem kostenfreie Stelle, um Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Versicherungsgesellschaften beizulegen. Insbesondere in „kleineren“ Fällen und bei unterschiedlichen Rechtsauffassungen kann sich der Versuch durchaus lohnen, den Versicherer doch noch zu einer Leistung zu bewegen.

Ohne Beweisaufnahme

Doch leider erweist sich dieser Weg auch oftmals als Sackgasse, insbesondere dann, wenn die Beurteilung letztlich von einem Sachverständigengutachten abhängt. Eine „Beweisaufnahme“ ist im Ombudsmannverfahren nicht vorgesehen, so dass in solchen Fällen leider nur Zeit verschwendet wird.

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Anfechtung des Versicherungsvertrags durch den Versicherer

Erhebung personenbezogener Gesundheitsdaten durch den Versicherer

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 05.07.2017 (Az.: IV ZR 121/15) festgestellt, dass der Versicherer unter Umständen an der Anfechtung des Versicherungsvertrags wegen arglistiger Täuschung gehindert sein kann, wenn er die Daten des Versicherungsnehmers, auf die er die Anfechtung stützt, rechtswidrig erlangt hat. (mehr …)

PKV: Beschränkung der Kostenerstattung für künstliche Befruchtung auf verheiratete Paare unwirksam

Das OLG Karlsruhe hat mit Urteil vom 13.10.2017 (Az. 12 U 107/17) entschieden, dass eine in Allgemeinen Versicherungsbedingungen enthaltene Beschränkung der Kostenerstattung für künstliche Befruchtung auf verheiratete Versicherungsnehmer unwirksam ist.

Der Fall:

Die Klägerin ist privat krankenversichert. Aufgrund einer chromosomalen Veränderung kann sie zwar grundsätzlich auf natürlichem Wege schwanger werden. Die Wahrscheinlichkeit für eine intakte Schwangerschaft liegt jedoch unter 50%. Nach dem Versicherungsvertrag zugrunde liegenden Allgemeinen Versicherungsbedingungen übernimmt der Versicherer Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung nur, wenn die versicherte Person verheiratet ist.

Kosten von 11.771,00 €

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