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Pflichtteil und Vermächtnis

Matthias Winterstein

Bestimmte nahe Angehörige (Ehegatten, Abkömmlinge und Eltern) des Erblassers haben im Fall ihrer Enterbung ein Pflichtteilsrecht, was im Gesetz besonders geschützt ist. Bestimmt der Erblasser z.B. infolge eines Zerwürfnisses einen anderen zu seinem Erben (= Rechtsnachfolger), haben die Berechtigten einen Anspruch auf den Pflichtteil in Höhe ihres hälftigen gesetzlichen Erbteils – und zwar nur als Geldanspruch. Oft erfolgt in Testamenten nicht nur eine Erbeinsetzung, sondern es werden auch andere „tools“ eingesetzt. Ein wichtiges Mittel zum „Feinjustieren“ ist das Vermächtnis. Im Pflichtteilsfall kann es in zwei Varianten auftauchen: (mehr …)

Erbengemeinschaft mit Kind verkauft Grundstück

Rechtsanwalt und Notar Arnim Buck

Arnim Buck

Eine Mutter und ihre minderjährige Tochter hatten den verstorbenen Vater gesetzlich beerbt. Im Nachlass war auch Grundbesitz, der verkauft werden sollte. In dem notariellen Kaufvertrag vom 26.03.2013 vertrat die Mutter ihre Tochter. Der Notar beantragte die familiengerichtliche Genehmigung des Kaufvertrages und der darin enthaltenen Erklärungen (§§ 1643, 1821 Abs. 1 Nr. 1 BGB). Diese Genehmigung lag innerhalb weniger Wochen vor – am 06.05.2013. Reichte das aus? (mehr …)

Überlassungsverträge: Wie berechnet man den 10-Jahres-Zeitraum?

Rechtsanwalt und Notar Arnim Buck

Arnim Buck

Alle 10 Jahre kann ein Elternteil seinem Kind im Wert von € 400.000,– ein Geschenk machen – und zwar steuerfrei! Es liegt auf der Hand, dass bei großen Vermögen alle 10 Jahre von der einen Generation auf die nächste Generation Vermögen steuerfrei übertragen wird, um den Nachlass des Schenkenden zu verkleinern. Motivation ist, im Erbfall die Erbschaftssteuer so gering wie möglich zu halten.  Wie berechnet man aber diesen 10-Jahres-Zeitraum? (mehr …)

Verkauf eines Erbteils

Rechtsanwalt und Notar Arnim Buck

Arnim Buck

„Viele Wege führen nach Rom“ – den Spruch kennt jeder. Wer ein Grundstück (ggf. anteilig) aus einem Nachlass von der Erbengemeinschaft als Rechtsnachfolger des Erblassers kaufen will, kann den für den rechtlichen Laien nebulösen Weg der „Erbteilsveräußerung“ gehen. (mehr …)

Pflichtteilsentziehung – Schuss mit der Luftpistole ins Gesicht

Matthias Winterstein

Einige Erblasser trachten danach, ihre Kinder komplett von ihrem Erbe auszuschließen. Die Kinder sollten nicht nur auf den Pflichtteil gesetzt werden (= klassische „Enterbung“), sondern es soll ihnen sogar das Pflichtteil entzogen werden. Sie sollen „Null“ bekommen. Fragt man nach, warum der Erblasser das so will, erhält man oft als Antwort, dass der Kontakt abgerissen ist oder es zu gewissen Unhöflichkeiten gekommen ist.

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„Den Abschied gestalten“ – aus der Sicht eines Juristen

Rechtsanwalt und Notar Arnim Buck

Arnim Buck

Juristen denken bei der „Abschiedsgestaltung“ nicht so sehr an adäquate Beerdigungsfeiern, sondern in erster Linie an a) Überlassungen des Erblassers im Wege vorweggenommener Erbfolge (z.B. die Eltern übertragen Grundbesitz auf Kinder) und b) letztwillige Verfügungen (z.B. Testament), in denen vom Erblasser der Erbe bestimmt wird. Es gibt nicht wenige, die meinen, dass sie das alles nicht benötigen. Niemand ist gezwungen, etwas zu Lebzeiten regeln, schon gar nicht seinen Nachlass. Vernünftigerweise sollte man sich aber fragen, ob man mit dem Ergebnis dieses „Gewährenlassens“  leben kann.

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Einladung zu einer Luxuskreuzfahrt als pflichtteils- und steuerrelevante Schenkung?

Anwalt Jens Greiner-Petter

Jens Greiner-Petter

Immer mehr Menschen begeistern sich für eine Kreuzfahrt. Mitunter kann eine solche Reise kostspielig sein. Wenn man dann dazu eingeladen worden ist, kann sich die Frage stellen, ob hierin nicht eine Schenkung zu sehen ist, welche zum einen eine (Schenkungs-) Steuerlast und zum anderen im Erbfall auch sog. Pflichtteilsergänzungsansprüche auslösen kann.

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Wirkt sich der Güterstand auf das Erbrecht des Ehegatten aus?

Maraike Lehnhoff

Maraike Lehnhoff

Ehegatten als Erben haben eine Sonderstellung im Erbrecht. Das liegt am Güterstand, der sich auf die gesetzliche Erbquote auswirkt. Wurde kein Ehevertrag geschlossen, gilt der gesetzliche Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Will man die Zugewinngemeinschaft nicht (dafür kann es gute Gründe geben), kann der Güterstand der Gütertrennung oder der (sehr seltene) Güterstand der Gütergemeinschaft vereinbart werden. Wer das will, muss zum Notar und dort einen entsprechenden Ehevertrag beurkunden. Wie wirkt sich jetzt der Güterstand aus?

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Testamentsvollstreckerzeugnis – oder reicht eine Amtsannahmebestätigung? (Teil 2)

Rechtsanwalt und Notar Arnim Buck

Arnim Buck

Hat der Erblasser in einer letztwilligen Verfügung Testamentsvollstreckung angeordnet, bestimmt das Nachlassgericht einen geeigneten Testamentsvollstrecker, sofern der Erblasser keine bestimmte Person benannt hat. Die zum Testamentsvollstrecker bestimmte Person muss ihr Amt nicht annehmen. Wenn sie es annehmen will, muss sie gegenüber dem Nachlassgericht einen Antrag stellen. (mehr …)

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