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Darf mich mein Arbeitgeber immer und überall anrufen?

Anja Berger

Viele Arbeitnehmer stellen sich oft die Frage, ob Sie eigentlich verpflichtet sind, dem Chef die private Handynummer herauszugeben. Denn eins ist sicher, weiß der Arbeitgeber einmal die Nummer, kann man sich nicht mehr sicher sein, zu welcher Tages- oder Nachtzeit der Chef anruft. Als Arbeitnehmer will und braucht man ab und zu seine Ruhe, ob im Urlaub oder aber auch bei einem wichtigen privaten Termin. Das Landesarbeitsgericht in Thüringen hat jetzt entschieden (AZ 6 Sa 442/17 und 6 Sa 444/17 vom 16.Mai 2018), dass die Arbeitnehmer eines Landkreises zur Absicherung eines Notfalldienstes außerhalb der Rufbereitschaft die privaten Handynummern nicht herausgeben müssen. (mehr …)

Das neue Entgelttransparenzgesetz

Anja Berger

Kommt nun der gleiche Lohn für gleiche Arbeit?

Es ist immer noch Wirklichkeit in Deutschland: Oft bekommen Frauen und Männer für die gleiche oder gleichwertige Tätigkeit nicht die gleiche Vergütung. Einen Grund dafür sucht man oft vergebens. (mehr …)

Das Weihnachtsgeld fällt leider aus?

Ende November wurde wieder in vielen Firmen Weihnachtsgeld gezahlt. Bei dieser Zahlung handelt es sich um eine Gratifikation, eine Sondervergütung.

Viele Arbeitnehmer planen diese Extrazahlung jedes Jahr fest ein, sei es aufgrund einer Regelung im Vertrag oder aber auch, weil es ein Weihnachtsgeld jedes Jahr gibt. Umso überraschter ist man dann, wenn der Chef sagt: „Dieses Jahr müssen wir das Weihnachtsgeld leider streichen“. Kann man so eine Leistung einfach einstellen?

Widerrufsmöglichkeit

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Neuer Kündigungsschutz für Schwerbehinderte

Immer mehr Menschen haben gesundheitliche Einschränkungen, leiden an psychischen Erkrankungen oder aber auch an körperlichen Beeinträchtigungen. Bei ca. zehn Prozent der Bevölkerungen ist die Behinderung so stark ausgeprägt, dass sie als schwerbehinderte Menschen zählen. Dies sind Personen, bei denen ein Grad der Behinderung von wenigstens 50 (GdB) durch die zuständige Behörde festgestellt worden ist. (mehr …)

Kita-Platz – Rechtsanspruch und Schadensersatz

Kein Kita-Platz für Ihr Kind? Dann könnten Sie einen Anspruch auf Schadensersatz haben!

Ausgangslage:

Kinder haben spätestens ab Vollendung des ersten Lebensjahres bis zum Schuleintritt einen einklagbaren Rechtsanspruch auf Förderung in einer Tageseinrichtung oder in der Kindertagespflege. Dieser Anspruch ist im Kinderförderungsgesetz und dem Achten Sozialgesetzbuch verankert. Sie haben alles für einen Kita-Platz getan, bekommen aber nur Absagen und können deswegen sogar nicht arbeiten gehen? (mehr …)

Erstattung von Fahrtkosten von Leiharbeitnehmern

Heutzutage sind viele Arbeitnehmer Leiharbeitnehmer, d.h. diese haben zwar einen festen Arbeitgeber, dieser kann den Arbeitnehmer aber an verschiedene Betriebe verleihen. Bei dem Entleiher verrichtet der Arbeitnehmer dann seine tägliche Arbeit.

Wer zahlt für den zusätzlichen Fahrtweg?

Was ist aber, wenn der Verleihbetrieb viel weiter weg ist, als der Betrieb des Arbeitgebers?

Diese Frage hatte sich auch Herr Z gestellt und zog vor das Arbeitsgericht. Dort wurde entschieden, dass der Kläger einen Anspruch auf Ersatz der Fahrtkosten hat. Der Arbeitnehmer hat einen Ersatzanspruch für Aufwendungen, die er im Interesse des Arbeitgebers erbringt und welche nicht durch die Vergütung abgegolten sind. So ist es hier mit den Fahrtkosten zu weiter entfernten Entleiherbetrieben. Die damit verbundenen Mehrkosten werden im Interesse des Arbeitgebers aufgebracht. Die Anreise stelle laut Arbeitsgericht einen Teil der eingegangenen Arbeitspflicht dar. Die hiermit verbundenen Aufwendungen seien durch den normalen bzw. tarifvertraglichen Vergütungsanspruch für die Wegezeiten keinesfalls abgegolten. Abgegolten ist allein der Weg des Herrn Z von seiner Wohnung zur Betriebsstätte des Arbeitgebers. (mehr …)

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