Grundstückskaufvertrag: Der Verkäufer, der vorübergehend im Haus wohnen bleiben möchte

Rechtsanwalt und Notar Arnim Buck

Arnim Buck

Üblicherweise wird bei einem Grundstückskaufvertrag der Kaufgegenstand direkt nach Zahlung des vollständigen Kaufpreises an den Käufer zur Nutzung übergeben: Handelt es sich um ein Grundstück mit Haus, werden die Schlüssel übergeben – und der Käufer erhält somit den unmittelbaren Besitz an Haus und Hof. Ab dann trägt er auch Kosten und Lasten.

Es gibt Fälle, wo der Verkäufer zum Beispiel für sich woanders ein neues Haus baut – und zum Übergabetermin dieses neue Haus noch gar nicht fertiggestellt sein wird bzw. zumindest dieses Risiko besteht. Auch für solche Fälle gibt es eine Lösung. Käufer und Verkäufer können vereinbaren, dass der Verkäufer auch nach Zahlung des Kaufpreises noch einige Zeit in dem Haus weiter wie bisher wohnen kann, wobei ein Endtermin für die Nutzung sinnvollerweise ausgehandelt werden sollte. Denn auch der Käufer braucht letztlich Planungssicherheit, wann er den Grundbesitz endgültig übernehmen kann. Für die tatsächliche Nutzungsdauer verpflichtet sich der Verkäufer, einen bestimmten Betrag als „Quasi-Miete“ zuzüglich Verbrauchs- und sonstiger Nebenkosten zu zahlen.

Tipp: Die mietrechtlichen Bestimmungen zu der Nebenkostenabrechnung sollten ausgeschlossen werden. Häufig wird dem Verkäufer das Recht eingeräumt, jederzeit sein Nutzungsrecht mit einer gewissen Ankündigungsfrist zu beenden. Für jeden Sonderfall findet sich bei entsprechender Kreativität in der Regel eine gute Lösung.

 

Arnim Buck
Rechtsanwalt und Notar (Amtssitz Bargteheide)

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