Testamentsvollstreckerzeugnis – oder reicht eine Amtsannahmebestätigung? (Teil 2)

Rechtsanwalt und Notar Arnim Buck

Arnim Buck

Hat der Erblasser in einer letztwilligen Verfügung Testamentsvollstreckung angeordnet, bestimmt das Nachlassgericht einen geeigneten Testamentsvollstrecker, sofern der Erblasser keine bestimmte Person benannt hat. Die zum Testamentsvollstrecker bestimmte Person muss ihr Amt nicht annehmen. Wenn sie es annehmen will, muss sie gegenüber dem Nachlassgericht einen Antrag stellen.

Um seine Aufgabe wahrnehmen zu können, muss der Testamentsvollstrecker sich auch gegenüber Dritten wie z.B. Kreditinstituten und Grundbuchämtern ausweisen können. Im Regelfall bedarf es eines sog. Testamentsvollstreckerzeugnisses (= öffentliche Urkunde, für die der öffentliche Glaube und die Richtigkeitsvermutung gilt), das auf (formfreien) Antrag erteilt wird. Das gibt es nicht umsonst, sondern die Gebühr des Nachlassgerichts richtet sich nach dem  Nachlasswert. Günstiger ist die bloße Bestätigung der Amtsannahme durch das Nachlassgericht, die zwar nur € 15,– kostet, aber nur sehr selten gewählt wird. Ob letztere im Ausnahmefall ausreicht, sollte man im Vorwege klären. Bei kleinen Nachlässen (bestehend z.B. neben Hausrat nur aus einem Girokonto) kann man sich bei dem Kreditinstitut erkundigen, ob die Annahmebestätigung als ausreichend angesehen wird.

 

Rechtsanwalt und Notar Arnim Buck
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