Was bedeutet Testamentsvollstreckung? (Teil 1)

Rechtsanwalt und Notar Arnim Buck

Arnim Buck

Der Erblasser kann letztwillig verfügen, dass ein Testamentsvollstrecker zur Durchsetzung seines letzten Willens eingesetzt wird. Der Aufgabenbereich des Testamentsvollstreckers kann vom Erblasser näher bestimmt werden. Er kann nur die Erfüllung von Vermächtnisses vorsehen, aber auch die ganze Nachlassabwicklung umfassen („Nachlassmanager“). Die Testamentsvollstreckung bietet sich an, wenn der Erblasser Zweifel hat, dass die Erben aufgrund von Streit, Unfähigkeit oder schlichtweg Unerfahrenheit  die Verwaltung des Nachlasses und die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft vernünftig hinbekommen.

Ein anderes Motiv kann sein, dass der Erblasser sicherstellen will, dass sein mühselig erarbeiteter Nachlass nicht verprasst wird. Bei einem geschäftlich unerfahrenen Kind als Erben kann dessen Erbteil bis zu einem bestimmten, einen gewissen Grad der Reife unterstellenden Alter (z.B. 25) mit der Testamentsvollstreckung wirksam abgeschirmt werden, bevor der Erbteil freigegeben wird.

Der Testamentsvollstrecker kann auch ein Miterbe sein; ob das eine gute Idee ist, ist eine Frage des Einzelfalls. Häufig wird der weise Erblasser zur Streitvermeidung einen kompetenten (neutralen) Dritten (z.B. Fachanwalt für Erbrecht) bestimmen, der auch Anspruch auf eine angemessene Vergütung hat.

 

Rechtsanwalt und Notar Arnim Buck
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