Testament – Absicherung der „Endbedachten“ (Teil 1)

Viele Erblasser grübeln lange im stillen Kämmerlein über die Gestaltung ihres Testaments. Dabei richten sich die Überlegungen auch in die „Tiefe des zeitlichen Raumes“, wenn es nicht nur einen „Erstbedachten“ (z.B. den Ehegatten) gibt, sondern der Nachlass auch einem „Endbedachten“ (z.B. den Kindern) zufallen soll.

In der klassischen Familie (Ehepaar mit gemeinsamen Kindern) haben die Ehegatten das gemeinsame Ziel, dass der Nachlass von beiden bzw. das, was davon übrig ist, letztlich bei den Kindern als Schlusserben landet. Dort wird das Problem in vielen Fällen nicht wahrgenommen.

Aber in „Patchwork-Familien“ sieht das ganz anders aus.

Dort haben wir es nicht nur mit gemeinsamen Kindern zu tun. Häufig bringen sogar beide Ehegatten Kinder aus früheren Beziehungen mit. Je nachdem, wie das Verhältnis untereinander ist, keimt beim Erblasser mitunter Misstrauen auf, ob der Nachlass auch tatsächlich bei seinen Kindern aus früheren Beziehungen landet, die er nicht unberücksichtigt lassen will.

Das Berliner Testament (Ehegatten setzen sich gegenseitig zu Alleinerben ein; Schlusserben des Längstlebenden sind die Kinder zu gleichen Teilen) wird dann als „nicht optimal“ angesehen. Der Längstlebende könnte die Schlusserbeneinsetzung zu Gunsten der eigenen Kinder verändern.

Weil die meisten modernen Ehegatten-Testamente die Bindungswirkung bei der Schlusserbenverfügung ausschließen, ist diese Sorge berechtigt.

Arnim Buck
Rechtsanwalt und Notar (Amtssitz Trittau)
Fachanwalt für Arbeitsrecht

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