Ein Testament brauche ich nicht, oder?

Auf die Frage: Haben Sie eigentlich ein Testament?, antworten die meisten Mandanten: Nein, aber das brauche ich auch nicht, die gesetzliche Erbfolge soll gelten.

Soweit so gut. Die wenigsten wissen aber, wie die gesetzliche Erbfolge tatsächlich aussieht und was sie für Schwierigkeiten mit sich bringt. Noch immer gehen viele davon aus, dass nur der Ehemann / die Ehefrau erbt und erst wenn beide verstorben sind, die Kinder zum Zug kommen. Das wäre praktisch, entspricht aber gerade nicht der gesetzlichen Erbfolge.

Tatsächlich wird es in den meisten Konstellationen so sein, dass die Kinder und der überlebende Elternteil gemeinsam erben. Das ist besonders bei Immobilien kritisch. Denn das bedeutet, dass der Ehegatte gemeinsam mit den Kindern im Grundbuch steht. Der Ehegatte kann nicht mehr alleine entscheiden. Sind die Kinder minderjährig muss z.B. bei einem Verkauf das Vormundschaftsgericht zustimmen. Sind die Kinder volljährig haben diese möglicherweise einen Kapitalbedarf, der sie dazu bringt, die Immobilie gegen den Willen des Ehegatten versteigern zu lassen. Noch spannender wird es, wenn Ehegatten keine Kinder haben. Dann erben die Eltern, oder falls diese verstorben sind, die Geschwister des verstorbenen Ehegatten mit. Diese Konstellationen sind besonders explosiv und sollten dringend vermieden werden. Ein gut formuliertes und durchdachtes Testament kann hier Abhilfe schaffen.

Maraike Hagelmann
Rechtsanwältin

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