Crystal Meth in der Freizeit: Kündigung!

Gegenstand einer Kündigungsschutzklage kann auch ein Verhalten sein, welches der Mitarbeiter in der Freizeit ausübt.

Im zu entscheidenden Fall hatte ein Berufskraftfahrer Methamphetamin / Chrystal Meth in der Freizeit an einem Samstagabend eingenommen. Wenige Tage später wurde die Einnahme der Droge bei einer Verkehrskontrolle nachgewiesen. Daraufhin kündigte der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis fristlos.

Der LKW Fahrer erhob Kündigungsschutzklage.

Sein Argument: Eine Fahruntüchtigkeit sei nicht nachgewiesen worden. „Egal“ befand das Bundesarbeitsgericht. Ein Berufskraftfahrer dürfe seine Fahrtüchtigkeit durch Einnahme von Substanzen wie Amphetamin oder Methamphetamin / Crystal Meth grundsätzlich nicht gefährden. Ob die Fahrtüchtigkeit nach dem betreffende Sonnabend konkret beeinträchtigt gewesen ist, sei unerheblich (BAG vom 20.10.2016 – 6 AZR 471/15).

Grundsätzlich ist aber Verhalten in der Freizeit für das Arbeitsverhältnis unschädlich; es sei denn, dass Verhalten steht in unmittelbaren Zusammenhang mit der Berufsausübung.

Dr. Britta Bradshaw
Rechtsanwältin

  • Zentrale Ahrensburg

    T: 04102 / 51 600
    F: 04102 / 516019
    info@kanzlei-winterstein.de

    • Kanzlei Ahrensburg

      Rathausplatz 25
      22926 Ahrensburg

    • Kanzlei Bargteheide

      Rathausstraße 14
      22941 Bargteheide