Kündigung eines Autoverkäufers wegen illegaler Autorennen

Kann ein Arbeitsverhältnis auf Grund eines Verhaltens in der Freizeit gekündigt werden? Das kommt auf den Einzelfall an und wurde in einer aktuellen Entscheidung vom Arbeitsgericht Düsseldorf bejaht.

Im zu entscheidenden Fall hatte der Mitarbeiter bereits vor einigen Jahren eine Abmahnung wegen Teilnahme an einem illegalen Autorennen (mit Totalschaden) erhalten. Ihm war die Fahrerlaubnis entzogen worden.

Dieses Mal war der Mitarbeiter nach Angabe der Firma alkoholisiert und ohne gültige Fahrerlaubnis mit einem nicht zugelassenen Renn-Quad ein Rennen gefahren. Der Autoverkäufer hatte vorgetragen, jemand habe seinen Lamborghini geklaut und er habe sich im Schock auf sein Quad geschwungen, um das Fahrzeug einzuholen.

„Egal“, meint das Arbeitsgericht. Es komme nicht darauf an, ob ein Rennen gefahren worden sei. Die Fahrt im alkoholisierten Zustand mit einem nicht zugelassenen Fahrzeug ohne Fahrerlaubnis reiche für die Kündigung aus. Dass das Verhalten außerdienstlich stattfand, spiele ebenfalls keine Rolle. Für das mit Autos handelnde Unternehmen kann ein solches Verhalten eine Rufschädigung bedeuten.

Da bereits eine einschlägige Abmahnung vorlag, sei das Verhalten des Mitarbeiters nicht hinnehmbar und das Vertrauen in den Mitarbeiter zerstört. Eine Weiterbeschäftigung sei nicht zumutbar (ArbG Düsseldorf, 12.07.2016 – 15 Ca 1769/16).

Dr. Britta Bradshaw
Rechtsanwältin

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