Familienfrieden per Testament – Was ist schlecht an der gesetzlichen Erbfolge?

Die gesetzliche Erbfolge ist nicht immer schlecht. Das Gesetz verteilt das Erbe aber immer nach den gleichen Regeln und das passt oft nicht zu der eigenen Familie oder den eigenen Wünschen und Bedürfnissen. Die gesetzlichen Regelungen sind über 100 Jahre alt. Damals gab es die modernen Familienkonstellationen häufig nicht.

Heutzutage gibt es mehrere Ehen, Patchworkfamilien und gleichgeschlechtliche bzw. nichteheliche Beziehungen. Alles das berücksichtigt das Gesetz nicht. Das Gesetz legt beim Erben eine Reihenfolge unter den Angehörigen fest. Es erben Ehegatten und Kinder, gegebenenfalls Enkel. Auch Eltern und Geschwister können erben.

Stiefkinder und nichteheliche Partner bleiben konsequent außen vor. Erben, wie häufig, mehrere Menschen, bilden sie eine Erbengemeinschaft. Diese aufzulösen ist eine der komplexesten und schwierigsten Aufgaben, die das deutsche Recht kennt.

Aus all diesen Gründen sollte der Nachlass geregelt werden, weil sonst die Gefahr groß ist, dass das Vermögen nicht im Sinne des Erblassers verteilt wird. Nur ein individuell gestaltetes Testament stellt sicher, dass das Vermögen bei jenen landet, denen es zugedacht ist. Für viele ist es ein beruhigendes Gefühl, alles geregelt zu haben. Das Testament ist ein wichtiger Beitrag zum Familienfrieden.

Matthias Winterstein
Rechtsanwalt und Notar
Fachanwalt für Erbrecht

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