Das Berliner Testament – Änderungsmöglichkeiten

Matthias Winterstein

Matthias Winterstein

Das Berliner Testament ist der Klassiker unter den Ehegattentestamenten. In der einfachsten Form lautet es: „Wir, die Eheleute M und F setzen uns gegenseitig zu Alleinerben ein. Erben des Längstlebenden sind unsere gemeinsamen Kinder A und B zu gleichen Teilen.“

Das gemeinschaftliche Testament birgt erhebliche Risiken

Das Testament kann von einem Ehegatten handschriftlich errichtet und von dem anderen unterzeichnet werden. Die Frage des Notars, ob der überlebende Ehegatte die Einsetzung der Kinder nach dem Tod des Ersten abändern dürfe, erfährt keine klare Antwort. Die Mandanten sind von der Frage überrascht und haben sich noch keine Gedanken gemacht. Einen allgemeinen Erfahrungssatz, wonach jeder Ehegatte die gemeinsamen Kinder deshalb im ersten Fall enterbt, weil er darauf vertraut, dass die Kinder im zweiten Fall das gemeinsame Vermögen erhalten, gibt es nicht. Es gibt zu diesem Thema eigentlich überhaupt keine Willensbildung der Erblasser. Das gemeinschaftliche Testament birgt erhebliche Risiken, die immer wieder Thema in der Literatur sind. Der Gesetzgeber sorgt bei den Verbraucherverträgen dafür, dass jeder versteht, was er unterschreibt. Dies gilt aber für die Regelung zu gemeinschaftlichen Testamenten nicht. Den Erblassern ist in der Regel nicht bewusst, welche Schlussfolgerungen viele Jahre später Gerichte aus ihren Formulierungen ziehen werden.

Matthias Winterstein

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