Zankapfel Nebenkostenabrechnung

Rechtsanwalt Dirk-Andreas Hengst

War es bisher so, dass der Mieter häufig gute Chancen hatte, bei einer Unklarheit in der Berechnung der Nebenkosten gegen der Vermieter vorgehen zu können und vorerst nicht zahlen zu müssen, hat der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 20.01.2016 (Aktenzeichen VIII ZR 93/15) die Rechte der Vermieter gestärkt.

In einem aktuellen Urteil hat der BGH klargestellt, dass es für eine ordnungsgemäße Abrechnung der Nebenkosten genügt, wenn der Vermieter für die jeweilige Betriebskostenart den auf den Mieter entfallenden Gesamtbetrag in der Abrechnung aufführt. Dies gilt auch dann, wenn der Vermieter diesen Gesamtbetrag vorab um nicht auf den Mieter umlagefähige Kostenanteile bereinigt hat. Das ist neu. Bisher gingen die Gerichte davon aus, dass der Vermieter alle Rechenschritte genau aufzeigen muss. Für die Vermieter ist dies eine klare Erleichterung. Mieterschutzbünde sehen hierin eine Möglichkeit für den Vermieter, ggf. nicht umlegbare Kosten zu verschleiern und die Abrechnung intransparenter zu gestalten. Weiterer Streit scheint daher vorprogrammiert.

Dirk-Andreas Hengst

Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

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